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Geschweißt Plattenwärmetauscher für Chemie

In der Chemie und Pharmazie arbeiten Plattenwärmetauscher mit Säuren, Laugen und Lösemitteln. Die dichtungslose Bauart verlegt die Beständigkeitsgrenze vom Elastomer auf den Plattenwerkstoff.

Vollverschweißte Plattenpakete ohne Dichtungen - druckfest, temperaturbeständig und dauerhaft geschlossen. Platten in Edelstahl 1.4301 (304) oder 1.4404 (316L), Anschlüsse als Flansch oder Schweißstutzen.

Bauart
Geschweißt
Werkstoff Platten
1.4404 (316L)
Dichtung
dichtungsfrei
Einsatzgebiet
Chemie

Technische Daten

Max. Betriebsdruck 35 bar
Temperaturbereich -50 bis 300 °C
Plattenanzahl (zu verifizieren)
Anschluss (zu verifizieren)

Vorläufige Richtwerte. Verbindliche Auslegung erhalten Sie mit Ihrem individuellen Angebot.

Hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit dank Verzicht auf Elastomerdichtungen - erste Wahl in Öl und Gas sowie in Chemie und Pharma, wo Kohlenwasserstoffe, Säuren, Lösemittel, Dampf und Thermalöl jede Dichtung angreifen würden. Die dichtungsfreie Bauweise eignet sich für anspruchsvolle Druck- und Temperaturbereiche dieser Anwendung.

Wartungsarm, da keine Dichtungen altern. Nicht zerlegbar, Reinigung erfolgt chemisch (CIP).

Typische Betriebsdaten und Auslegung

In der Chemie und Pharmazie übernehmen geschweißte Plattenwärmetauscher das Temperieren von Reaktoren, die Kondensation von Lösemitteldämpfen, die Kühlung von Prozessströmen und die Wärmerückgewinnung. Dampf und Thermalöl als Wärmeträger führen dabei regelmäßig über die Temperaturgrenze jeder Elastomerdichtung hinaus.

Auslegungsrelevant sind Konzentration, Temperatur und mögliche Phasenwechsel des Mediums. Bei Kondensation zählt neben der Fläche die sichere Kondensatabfuhr, bei Thermalöl die stark temperaturabhängige Viskosität.

Für die Reinigung im eingebauten Zustand (CIP) braucht die Auslegung vollständige Entleerbarkeit, ausreichende Strömungsgeschwindigkeit in den Kanälen und die Anschlüsse des Reinigungskreises.

Warum ein geschweißtes Gerät

Bei Säuren, Laugen und Lösemitteln ist die Dichtung sonst das schwächste Glied: Sie bestimmt die Medien- und Temperaturbeständigkeit, lange bevor der Plattenwerkstoff an seine Grenze kommt. Ohne sie entscheidet allein der Werkstoff.

Edelstahl 1.4404 (316L) deckt einen großen Teil der Prozessmedien ab; bei chloridhaltigen Medien, Salzsäure oder oxidierenden Säuren kommen Titan oder Nickelbasislegierungen in Frage. Eine Werkstofffreigabe sprechen wir nie automatisch aus, sondern immer nach Prüfung von Konzentration und Temperatur.

Muss eine Vermischung der beiden Medien unter allen Umständen ausgeschlossen sein, ist nicht die geschweißte, sondern die doppelwandige Bauart die richtige Wahl.

Datenblatt und Angebot

Auslegung auf Ihre Leistung, Drücke und Temperaturen - individuelles Angebot in einem Werktag.